Münstersche Zeitung: "16-jährige Schüler als Jungunternehmer"

„fair and friendly" bietet Hilfe bei PC-Problemen

Kinderhaus (TAP) - Viele haben es bestimmt schon erlebt: der PC will nicht so, wie man selbst. Seit August bietet die Firma „fair and friendly" -Möller und Wessels PC Hilfsdienst GbR in diesem Fall Hilfe an. Das ist an sich noch nichts Besonderes. Im Internet lassen sich viele Adressen finden, wo solche Dienste angeboten werden. Doch die Gründer von fair and friendly sind gerade mal 16 Jahre alt. Beide sind noch Schüler am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Kinderhaus.

„Die Idee zur Firmengrün-dung entstand im Frühjahr dieses Jahres", erinnert sich Tim Wessels. Zusammen mit seinem Partner Lars Möller hatte er bei einem Projekt des Vereins „Schule mit Köpfchen" teilgenommen. Neben der dabei errungenen Auszeichnung hatten die Schüler eine Reise nach Köln gewonnen. In diesem Rahmen haben sie das Institut für deutsche Wirtschaft besucht, wo sie das Projekt „Junior" vorgestellt bekamen. In diesem Projekt gründen zehn Schüler an ihren Lehranstalten Firmen für ein Jahr.

Die Idee gefiel beiden, im Einzelnen hatten sie jedoch andere Vorstellungen. Bei einem Eisessen besprachen Tim und Lars, wie ihre eigene Firma aussehen könnte. „Wir sind praktisch mit dem Internet aufgewachsen", erklärt Lars. „Und wir hatten bereits in diesem Metier zusammen-gearbeitet".

Bald stand fest, dass es eine Firma sein sollte, in deren Rahmen Problemlösungen in Hard- und Software-Bereich zu günstigen Preisen angeboten werden sollen. Und schon begann die Rennerei zu Vormundschaftsgericht und Ordnungsamt. „Anfangs wussten die Richter am Vormundschaftsgericht selbst nicht, ob wir die Firma als GbR gründen können, wie wir es gerne wollten", so Tim. "Schließlich haben wir das okay bekommen und das Gewerbe angemeldet".

Problematisch sei gewesen, einen Namen für das Unternehmen zu finden. Zuerst sollte ein deutscher Name her, doch die Entscheidung fiel auf das englische „fair and friendly".

„Wir haben dann Plakate aufgehängt und haben 450 Werbezettel verteilt", erzählt Lars. Und natürlich haben die Schüler ihre eigene Kundendatei und Website entwickelt: „Das Unternehmen hat sich auf schnelle, unkomplizierte und günstige Hilfe bei PC-Problemen aller Art spezialisiert" heißt es da auf der Website. Und weiter: „Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sind dabei ebenso selbstverständlich wie ein günstiger und für den Kunden leicht durchschaubarer Preis".

Für jede angefangene Stunde verlangen die Anbieter 50 DM, Anfahrtskosten werden nicht berechnet. Allerdings sind die Schüler bislang auch nur in Kinderhaus tätig. „Bei einer besonderen Vereinbarung, wie beispielsweise abgeholt zu werden, könnten wir aber sicherlich auch über Kinderhaus hinaus tätig werden". Zu dem Kunden fährt derjenige, der sich bei dem speziellen Problem besser auskennt: Lars ist eher für die Hardware zuständig, Tim betreut Software und Kommunikation.

Wer die Dienste der Beiden in Anspruch nehmen möchte, erhält nähere Informationen kostenlos unter Tel. 08 00/22 11 224 oder im Internet unter www.fairandfriendly.de.

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